Schwarze Wolken über dem Kokablatt

Das Cocablatt ist eine in den Andenländern seit jahrtausenden bekannte Heil- und Kulturpflanze. Es wird in diesen kargen Gebieten als Geschenk der Götter an die Menschen bezeichnet, denn fast alle Spurenelemente und Vitamine, der menschliche Körper zum leben braucht, sind in dieser Pflanze enthalten.

Eine Arbeit in den Bergwerken, bei Temperaturen um 50 Grad und in Höhen um fünftausend Metern Höhe, ist ohne Cocablatt nicht möglich.

Genau so unentbehrlich ist die Pflanze bei den verschiedenen Ritualen und Zeremonien. Auf Grund einer Anordnung der USA wurde dieses Blatt auf die Drogenliste gesetzt. Die Bauern wurden gezwungen, verschiedene alternative Pflanzen anzubauen, die aber auf diesen unwirtlichen Böden nicht gedeihen. Um 1970 wurde versucht, diese Pflanze in Kalifornien und Florida anzupflanzen und heimisch zu machen, was aber misslang.

Coca Cola

1886 wurde das Rezept für Coca-Cola, seit jahrzenten ein Nationalgetränk Boliviens, vom US Amerikaner Dr. John Pembertom Bolivien abgenommen und ihnen zugleich verboten, das Getränk selbst herzustellen.

Der Hintergrund für die Ächtung der Cocapflanze ist Bolivien von den USA abhängig zu machen.

Es wurde Bolivien erlaubt, nur eine bestimmte Menge Cocapflanzen zu setzen, um den Bedarf für die USA von cirka eintausend Tonnen Cocablätter jährlich zur Herstellung von Coca-Cola zu decken.

Neue Wege durch Evo Morales

Die Präsidenten vor Evo Morales waren USA hörig und haben die vorgeschriebene Zertifizierung mit aller Härte bei den Cocabauern durchgezogen.

Evo Morales, noch Abgeordneter des Parlaments, versucht in Geheimversammlungen die Bauern von einem Aufstand gegen die von den USA ausgebildeten Sondereinheiten, abzuhalten. Es gelingt ihm, sie von der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens, zu überzeugen.

Am 18. Dezember 2005 wurde Evo Morales vom Bolivianischen Volke zum Präsidenten gewählt.