Solidaritätsaktion vor der Nigerianischen Botschaft.

Eine Rebellin hat als sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Aktivisten die Wand der nigerianischen Botschaft in Wien bemalt und dadurch den Protest öffentlich gemacht.

Nigeria ist die Heimat von über 200 Millionen Menschen und Afrikas größter Exporteur von Rohöl. Für die Bevölkerung bedeutet das aber nicht Wohlstand und Reichtum, sondern verpestetes Land und giftiges Wasser. Die Gewinne teilen sich internationale Konzerne und korrupte Eliten des Landes untereinander auf. Wer dagegen aufbegehrt, wird mit brutaler Gewalt niedergeknüppelt. Ein Protestcamp an der Lekki-Mautstelle endete im Oktober in einem Blutbad. Die Armee feuerte in die unbewaffnete Menge.

“Free Juwon“, wurde in blutroter Farbe an die Wand der nigerianischen Botschaft in Wien geschrieben. Die XR-Aktivisten können das Morden nicht länger mitansehen. Gewalt ist keine Lösung für soziale Probleme. Die Regierung muss sich der Debatte stellen, statt jeden Protest niederzuknüppeln und totzuschießen.

Gemeinsam mit vier weiteren Aktivist*innen hatte „Juwon Sanyaolu“ eine Protestaktion gegen Polizeigewalt und Korruption organisiert. Vor wenigen Tagen wurde er verhaftet und in das für Folter berüchtigte Kuje-Gefängnis geworfen.